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Themenbereich C:

C01 - Lernen und Plastizität des Gehirns bei der Posttraumatischen Belastungsstörung: Risikofaktoren und die Rolle der Konditionierung von Hinweisreizen und Kontexten

Projektleiter: Prof. Dr. Herta Flor, Zentralinstitut für Seelische Gesundheit, Mannheim

Mitarbeiter: Dr. Frauke Nees, Frauke Steiger, Manon Wicking, Tobias Winkelmann 

Beschreibung:

Ziel der Studien ist die Analyse der Rolle von Lernprozessen und plastischen Veränderungen des Gehirns bei der Entstehung und Aufrechterhaltung der Posttraumatischen Belastungsstörung (PTB). Personen mit einem hohen PTB-Risiko werden im Längsschnitt hinsichtlich ihres Furchtgedächtnisses und der Stressreagibilität  untersucht. Emotionale/aufmerksamkeitsbezogene Mechanismen der Verarbeitung von Hinweis- und Kontextreizen, hinweisreiz- und kontextbezogener Furcht und inhibitorischen/exzitatorischen Extinktionsprozessen werden bei PBS-Patienten und traumatisierten Personen im Querschnitt analysiert. Psychometrische, hirn- und peripher-physiologische, genetische, und endokrine Methoden sowie die Analyse von Augenbewegungen werden eingesetzt.

 

C05 - Der Einfluss kognitiver und sensorischer Informationsverarbeitung während der Rekonsolidierung des Furcht-Gedächtnisses

Projektleiter: Prof. (apl.) Dr. Christian Schmahl und Prof. Dr. Martin Bohus, Zentralinstitut für Seelische Gesundheit, Mannheim

Mitarbeiter: Dr. Stefanie Lis

Beschreibung:

Dieses Projekt fokussiert auf die Aufklärung der Rolle dysfunktionaler Gedächtnis-Konsolidierung im Rahmen der Stabilisierung und Persistenz des Furcht-Gedächtnisses und die Bedeutung für die Entwicklung und Aufrechterhaltung von Posttraumatischen Belastungsstörungen. Wir planen zu untersuchen i) inwiefern sensorische Informationsverarbeitung während der Rekonsolidierung kurz zuvor gelernter Furcht-Inhalte das Furcht-Gedächtnis abschwächt und ob diese Effekte vergleichbar sind zu den vor kurzem dargestellten Effekten von Propranolol; ii) ob eine rein kognitive Neubewertung während der Rekonsolidierung das Furcht-Gedächtnis abschwächt; und iii) inwiefern akute dissoziative Symptome während der Rekonsolidierung diese adaptive Modifikation von kurz zuvor gespeicherten Gedächtnisinhalten verhindern.

 

C06 - Belohnungssensitivität und Verstärkungslernen bei Patienten mit bipolaren Störungen: Zustandsabhängigkeit und diagnostische Spezifität

Projektleiter: Prof. Dr. Michèle Wessa, Medizinische Fakultät Heidelberg, Universität Heidelberg

Mitarbeiter: Julia Linke, Johanna Forneck

Beschreibung:

Teilprojekt C06 untersucht neuronale Korrelate von Belohnungssensitivität, vor allem der Antizipation von Belohnung, sowie von Belohnungslernen bei remittierten, manischen und depressiven Patienten mit Bipolar-I Störung. Neben aufgabenspezifischen Aktivierungsmustern werden funktionelle Konnektivität in Ruhe sowie anatomische Konnektivität mit Diffusions-Tensor-Bildgebung untersucht. Weiterhing überprüfen wir die Spezifität veränderter Prozesse für die bipolare Störung durch einen Vergleich mit anderen Diagnosegruppen (Majore Depression, Borderline Persönlichkeitsstörung, Alkoholabhängigkeit).

 

C07 - Implizite und explizite Lern- und Gedächtnisprozesse bei akuter und chronischer hippocampaler Schädigung: Die Rolle von Stress

Projektleiter: PD Dr. Kristina Szabo, Medizinische Fakultät Mannheim, Universität Heidelberg und Dr. Frauke Nees, Zentralinstitut für Seelische Gesundheit, Mannheim

Mitarbeiter: Dr. Anne Ebert, Dr. Alex Förster

Beschreibung:

Die transiente globale Amnesie (TGA) ist eine schwere anterograde Gedächtnisstörung, der eine emotionale oder physische Belastungssituation vorausgeht und die sich innerhalb von 24 Stunden zurückbildet. Wir haben mittels Magnetresonanztomographie (MRT) nach TGA kleine Läsionen im Hippokampus beobachtet und die Hypothese aufgestellt, dass die Erkrankung durch eine transiente Stress-assoziierte Hemmung der Gedächtnisbildung im Hippokampus verursacht wird. Um diese Annahme zu testen, werden wir die Wirkung von experimentellem Stress auf die Kortisolspiegel und auf die mit Hilfe von funktioneller MRT ermittelten hippokampalen Aktivierungsmuster impliziter und expliziter Lern- und Gedächtnisprozesse in den folgenden drei Kohorten bestimmen: i) Patienten mit akuter TGA, ii) Patienten, die in den vorausgegangenen 2 Jahren eine TGA erlitten haben, und iii) gesunde Kontrollpersonen.