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Themenbereich D:

D04 - Modulation appetitiver und aversiver assoziativer Lernmechanismen bei Personen mit Majorer Depression

Projektleiter: Prof. Dr. Christine Kühner und Dr. Carsten Diener, Zentralinstitut für Seelische Gesundheit, Mannheim

Mitarbeiter: Bettina Ubl

Beschreibung:

Mit einem kombiniert respondent-operanten Lernparadigma soll untersucht werden, ob akute und remittierte depressive Patienten gegenüber Gesunden verändertes appetitives und aversives Lernen unter wahrgenommener Kontrolle vs. Nichtkontrolle zeigen. Wir erwarten differenzielle Gruppeneffekte in Abhängigkeit vom Kontrollstatus. Mittels funktioneller Magnetresonanztomographie möchten wir neuronale Korrelate und Netzwerke identifizieren, die mit verändertem Lernen bei Depression assoziiert sind, und Zusammenhänge mit genetischen, endokrinologischen und kognitiven Variablen analysieren. Mögliche störungsübergreifende Pathomechanismen sollen durch Einschluss von Angstpatienten untersucht werden.

 

D06 - Belohnungslernen und Extinktionstraining bei alkoholabhängigen Patienten: Einfluss der fronto-striatalen Konnektivität

Projektleiter: Prof. Dr. Falk Kiefer und Prof. Dr. Peter Kirsch, Zentralinstitut für Seelische Gesundheit, Mannheim

Mitarbeiter: PD Dr. Sabine Löber, Anne Koopmann, Dr. Daniela Mier, Martina Kirsch

Beschreibung:

Eine gesteigerte Reizreaktivität auf alkoholassoziierte Reize gilt als ein wichtiger pathophysiologischer Mechanismus der Alkoholabhängigkeit. Ergebnisse der letzten Förderperiode zeigen, dass ein Extinktionstraining diese gesteigerte Reizreaktivität von Alkohol-Patienten reduziert. Im nun vorliegenden Projekt soll mit Hilfe funktioneller und struktureller Hirnbildgebung untersucht werden, inwieweit Aktivierung und Konnektivität frontaler und striataler Regionen die Extinktion modulieren. Wir erwarten, dass uns diese Methoden erlauben, Subgruppen von Patienten zu definieren, die unterschiedlich stark von einem Extinktionstraining profitieren.

 

D07 - Neuroplastische Veränderungen von Glutamat/Glutamine im Gehirn und Zusammenhang mit der Therapieresponse bei Alkoholismus

Projektleiter: Prof Dr. Karl Mann, Prof. (apl.) Dr. Gabriele Ende und PD Dr. Wolfgang Sommer, Zentralinstitut für Seelische Gesundheit, Mannheim

Mitarbeiter: PD Dr. Sabine Löber, Dr. Stephanie Perreau-Lenz, Dr. Derik Hermann, Markus Sack

Beschreibung:

D07 erforscht neurochemische und funktionelle Veränderungen der zerebralen Erregbarkeit in Alkoholentzug und Abstinenz. In einem translationalen und multimodalen Ansatz wird das präfrontale Glutamat/Glutamin Verhältnis in Patienten und „alkoholabhängigen“ Ratten mittels Magnetresonanzspektroskopie (MRS) gemessen. Die Werte könnten relevant für Rückfälle sein und sich als Biomarker eignen. Die humanen MRS Untersuchungen werden mit Blutoxygenierungsiveau abhängigen funktionell-magnetresonanztomographisch gemessener Reagibilität auf alkoholrelevante Reize als Prädiktor für Alkoholverlangen und Rückfall kombiniert. Damit könnten wir einen Ansatz zur „personalisierten Behandlung“ liefern. Parallel werden die Tiere während Alkoholexposition, Entzug und Abstinenz mit MRS untersucht. Die Wirkung antiglutamaterger Substanzen wird in beiden Spezies geprüft.